Ich habe mit etwa 12 Jahren angefangen, Webseiten zu programmieren, weil ich anderen Menschen die Dinge zeigen wollte, die mich interessieren. Es gab damals noch keine sozialen Medien, kein YouTube oder Facebook oder Instagram, nicht einmal offene Blogsoftware, die man mal schnell auf einem Server installieren könnte (WordPress ist 2003 erschienen).
Aus diesem Grund habe ich programmieren gelernt, zunächst mit HTML und CSS und auch Flash. Und es war super. Ich hatte keine Ahnung, wie man dieselben HTML-Seiten für dynamische Inhalte benutzen könnte. Jede Seite war einzigartig. Und es hat Spaß gemacht, sich nach und nach verschiedenen Problemen zu stellen. Als Nächstes hat zum Beispiel PHP diese Lücke gefüllt, um modularere Webseiten gestalten zu können. Und das hat sich dann über die Jahre immer weiter so fortgesetzt.
Ich erkenne also ein Problem, das ich nicht wirklich mit den vorhandenen Werkzeugen lösen kann und fange an, mir dafür meine eigenen Werkzeuge zu schaffen. Das ist der Antrieb hinter fast all meinen Programmierarbeiten und vielleicht auch ein Ansporn, über das eigene Leben nachzudenken.
Programmieren bedeutet nicht nur, dass man Code schreibt. Es bedeutet vor allem, Maschinen zu automatisieren und so einzurichten, dass sie dabei helfen, konkrete Ziele zu erreichen. Indem ich also darüber nachdenke, wie ich Computer so einrichten kann, dass sie mein Leben einfacher machen, indem ich mit ihnen Prozesse automatisiere oder indem ich sie dazu bringe, für mich oder andere zu arbeiten, programmiere ich.
Programmieren fühlt sich dabei häufig so an, als wäre man ein Designer oder Erfinder. Man erkennt Schwierigkeiten in seinem Leben und denkt genauer über sie nach. Und je genauer man die Einzelheiten versteht, desto klarer wird auch, was man verändern, was man anpassen, wan man programmieren muss, damit etwas gegebenenfalls so funktioniert, wie es eigentlich sollte.
Wenn du also programmieren lernen willst, geht es nicht darum, sich eine Programmiersprache auszusuchen und kleine Codeschnipsel zusammenzuhacken. Es geht darum, ein Problem näher zu untersuchen und zu recherchieren, wie es gelöst werden kann. Diese Fähigkeit ist es, die es uns ermöglicht, Wunder der Technik zu vollführen, Autos zu bauen, Häuser zu isolieren, in den Weltraum zu reisen. Endlos wirkende Ketten von Problemen, die gelöst werden mussten, damit es uns allen besser gehen kann. Das ist der Grund, warum du programmieren lernen solltest. Damit du dich ebenfalls dazu in die Lage versetzt, Probleme zu erkennen und zu lösen.
- Veröffentlicht auf Henry – Xesier: https://xesier.de/2026/02/13/warum-solltest-du-programmieren-lernen/
- Veröffentlicht auf Henry – Xesier: https://xesier.de/2026/01/13/und-so-beginnt-es-erneut/