2026-02-13

Ich habe mit etwa 12 Jahren angefangen, Webseiten zu programmieren, weil ich anderen Menschen die Dinge zeigen wollte, die mich interessieren. Es gab damals noch keine sozialen Medien, kein YouTube oder Facebook oder Instagram, nicht einmal offene Blogsoftware, die man mal schnell auf einem Server installieren könnte (WordPress ist 2003 erschienen).

Aus diesem Grund habe ich programmieren gelernt, zunächst mit HTML und CSS und auch Flash. Und es war super. Ich hatte keine Ahnung, wie man dieselben HTML-Seiten für dynamische Inhalte benutzen könnte. Jede Seite war einzigartig. Und es hat Spaß gemacht, sich nach und nach verschiedenen Problemen zu stellen. Als Nächstes hat zum Beispiel PHP diese Lücke gefüllt, um modularere Webseiten gestalten zu können. Und das hat sich dann über die Jahre immer weiter so fortgesetzt.

Ich erkenne also ein Problem, das ich nicht wirklich mit den vorhandenen Werkzeugen lösen kann und fange an, mir dafür meine eigenen Werkzeuge zu schaffen. Das ist der Antrieb hinter fast all meinen Programmierarbeiten und vielleicht auch ein Ansporn, über das eigene Leben nachzudenken.

Programmieren bedeutet nicht nur, dass man Code schreibt. Es bedeutet vor allem, Maschinen zu automatisieren und so einzurichten, dass sie dabei helfen, konkrete Ziele zu erreichen. Indem ich also darüber nachdenke, wie ich Computer so einrichten kann, dass sie mein Leben einfacher machen, indem ich mit ihnen Prozesse automatisiere oder indem ich sie dazu bringe, für mich oder andere zu arbeiten, programmiere ich.

Programmieren fühlt sich dabei häufig so an, als wäre man ein Designer oder Erfinder. Man erkennt Schwierigkeiten in seinem Leben und denkt genauer über sie nach. Und je genauer man die Einzelheiten versteht, desto klarer wird auch, was man verändern, was man anpassen, wan man programmieren muss, damit etwas gegebenenfalls so funktioniert, wie es eigentlich sollte.

Wenn du also programmieren lernen willst, geht es nicht darum, sich eine Programmiersprache auszusuchen und kleine Codeschnipsel zusammenzuhacken. Es geht darum, ein Problem näher zu untersuchen und zu recherchieren, wie es gelöst werden kann. Diese Fähigkeit ist es, die es uns ermöglicht, Wunder der Technik zu vollführen, Autos zu bauen, Häuser zu isolieren, in den Weltraum zu reisen. Endlos wirkende Ketten von Problemen, die gelöst werden mussten, damit es uns allen besser gehen kann. Das ist der Grund, warum du programmieren lernen solltest. Damit du dich ebenfalls dazu in die Lage versetzt, Probleme zu erkennen und zu lösen.

- Veröffentlicht auf Henry – Xesier: https://xesier.de/2026/02/13/warum-solltest-du-programmieren-lernen/

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2026-01-13
Ich will gar nicht so viel ausholen. Xesier ist zurück, zum 20. Jubiläum. Wow, schon etwas merkwürdig, wenn ich das jetzt so schreibe. Aber 2006 hat das Ganze eben als private Seite von mir angefangen. Eine Seite, auf der ich vor allem meine Projekte und kreativen Arbeiten vorgestellt habe (so etwas findet man jetzt übrigens eher auf meiner Arbeitsseite). Und dann ein Jahr später konnte ich einige meiner Freunde davon überzeugen, dass es eine tolle Idee wäre, wenn sie auch über Themen schreiben, die sie interessieren. Und plötzlich war dieser Blog im Zentrum der Aufmerksamkeit. Er war ein Sammelpunkt für Musik, Podcasts, Kurzfilme und Filmreviews, politische Meinungen, schulische Aufreger und viel künstlerische Freiheit. Und auch wenn es mir damals noch nicht bewusst gewesen ist, war der Blog auch ein Ort, zu dem man sich zugehörig fühlen konnte. Schreiben als Tätigkeit, die uns alle zusammenbringt, die dazu beiträgt, dass man sich trotz Verpflichtungen und unterschiedlicher Überzeugungen füreinander interessierte. Doch bald schon darauf passierte es. Soziale Medien und vor allem YouTube und Twitch. Und plötzlich bleibt neben kurzen Ausrutschern, in denen man Musik präsentiert, die man das Jahr über auf Spotify gehört hat, kaum noch Energie für längere Texte oder Gedanken. Man ist doch erwachsen geworden. Man hat doch jetzt Partnerinnen und Partner, Kinder sogar. Blogs sind tot, niemand liest mehr irgendwas, außer vielleicht noch Überschriften. Aber was soll ich machen? Vielleicht lässt sich das alles noch umkrempeln, wenn man einfach wieder anfängt, zu schreiben. Und dann kommen vielleicht auch wieder andere dazu und man hat wieder etwas, das die Welt insgesamt ein wenig besser macht. Oder zumindest etwas, was erneut ein Gefühl von einem kreativen Zuhause versprüht. Ich weiß noch nicht, was hier passieren wird. Vielleicht geht auch alles wieder zugrunde. Aber in der Zwischenzeit kann man es ja trotzdem versuchen. So ein bisschen zumindest. Achso. Wilhelm, Marcel, Jonathan und ich haben uns hier auf einen Beitrag pro Monat verständigt. Nur damit ihr Bescheid wisst.

- Veröffentlicht auf Henry – Xesier: https://xesier.de/2026/01/13/und-so-beginnt-es-erneut/

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